Oskars Wahrheit, oder ….
….was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?
Politikern aller Parteien wird immer wieder vorgeworfen, dass von Ihnen getroffene Aussagen schon nach kurzer Zeit wieder verworfen werden. Dies mag daran liegen, dass sich Grundlegende Dinge seit der ersten Aussage verändert haben, dass sie eine gewisse Lernfähigkeit besitzen oder sie einfach vor Wahlen versuchen den Einen oder Anderen etwas wohlgesonnener für sich zu stimmen. Alle diese Begründungen sind nachvollziehbar und menschlich. Dann gibt es aber auch Solche, die ohne Rücksicht auf Verlusste ihr Fähnlein in den Wind hängen und dabei auch 180°-Wendungen ihrer Aussagen aus rein populistischen Motiven machen. Unerreicht in dieser Kunst ist Oskar Lafontaine.
Unter der Rubrik
Oskars Wahrheit
haben wir Ihnen eine Auswahl seiner “Meinungs-Flexibilität” zusammengestellt. Aus vielen seiner Aussagen ist abzulesen, dass er beim Stimmenfang auch nicht davor zurückschreckt den gefährlichen Weg der fremdenfeindlichen Parolen zu betreten.
Oskars Rentenpolitik
Einerseits
„Wir können auf die ständig steigende Lebenserwartung nicht mit immer kürzerer Lebensarbeitszeit reagieren.“
(Interview Focus Nr. 33/95)
Andererseits
„Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist eine staatlich verordnete Rentenkürzung.“
(Antwortschreiben, 22. Juni 2007, abgeordnetenwatch.de)
Solidarität nach Oskar
Einerseits
„Wahre Solidarität empfindet man entweder gegenüber allen Menschen oder überhaupt nicht.“
(aus „Die Gesellschaft der Zukunft, 1988)
Andererseits
„Der Staat ist verpflichtet, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Er ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und -frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen.“
(Rede auf der Kundgebung in Chemnitz, 14. Juni 2005)
Oskar und die Ostdeutschen
Es „bleibt nur noch die Möglichkeit, den Versuch zu stoppen, den Lebensstandard im Osten in kürzester Frist auf Westniveau zu bringen“.
(Vgl. Tagesspiegel, 07. Oktober 1993)
Privatisierung nach Oskar
Einerseits
„Wenn gesellschaftliche Aufgaben durch private Anbieter besser und preiswerter erledigt werden können, dann haben die Bürger ein Recht darauf, dass die für sie beste Lösung gewählt wird,
das heißt dann: Privatisierung.“
(Konferenz „Moderner Staat in einer modernen Gesellschaft“, 04.02.1997)
Andererseits
“Es dürfen keine weiteren öffentlichen Einrichtungen privatisiert werden. Stattdessen müssen wir die Steuer und Abgabenquote in Deutschland auf das europäische Niveau anheben.”
(Gespräch im Neuen Deutschland, 13.02.2006)





