SPD besucht Neuberger Betriebe – Heute: Luisenhof

Wie geht es den Neuberger Betrieben in Zeiten von Corona? Dieser Frage geht die SPD Neuberg derzeit nach und besucht dafür auch die Unternehmen im Ort.
Für den Sophienhof und den Luisenhof war die Corona-Pandemie nicht das einzige Unglück in diesem Jahr. Mit der Luisenhof-Besitzerin Alexandra Götsch sprach SPD-Vorstandsmitglied und Bürgermeisterkandidat Jörn Schachtner über die aktuelle Situation.

Natürlich brachte die COVID-19-Pandemie Probleme und viel Arbeit mit sich, wie Götsch berichtete. So müssen etwa die Toiletten auf der Anlage mehrmals täglich geputzt werden, Besucher dürfen den Hof nicht betreten und die Reithallen können nicht voll ausgelastet werden. Doch finanzielle Einbußen brachte etwas anderes mit sich: Der Brand vom 26. April. Um kurz vor fünf Uhr entdeckte ihr Schwager Flammen aus dem Heulager des Luisenhofs lodern. Was folgte war ein Großeinsatz der Feuerwehren aus dem Umkreis. Eine Kraftanstrengung sonders gleichen verhinderte, dass die Pferde im benachbarten Stall sterben mussten und das Feuer auf weitere Gebäude überging. Der entstandene Sachschaden der Lagerhalle mit dem Ertragsausfall und der Solaranlage belief sich auf etwa 450.000 Euro.

Heute sieht man nicht mehr viel von der niedergebrannten Halle. Einzelne Fundamente sind noch zu erkennen, die werden aber noch erneuert. Die benachbarten Pferdeboxen konnten erhalten bleiben, die Schadensabwicklung läuft, wenn auch nur schleppend, eine neue Halle ist schon in Planung.

Götsch hat den Luisenhof vor über 10 Jahren von ihrem Onkel Helmut Steinkrauss abgekauft. Sie fühlt sich dem Hof und den Neuberger Bürgern und Gewerbetreibenden sehr verbunden. Viele kamen damals zum Helfen vorbei, haben Getränke und Essen für die Feuerwehrleute gestiftet. Sie sagt nochmals Danke für die geleistete Arbeit bei allen Helfern wie zum Beispiel den Pizzerien Valle Dei Templi und La Stella, dem Rewe Dadt-Team, Kropat Servicepark und natürlich für die Heuspenden der umliegenden Höfe.

Auf die Frage von Bürgermeisterkandidat Jörn Schachtner, wie sie zum Brandstiftungsvorwurf gegen einen der Feuerwehrmänner steht, sagt sie: “Ich würde mir wünschen, dass er dazu steht, wenn er es gemacht hat.“ Hass verspüre sie gegen den mutmaßlichen Brandstifter nicht, eher Mitleid. Götsch ist im Kirchenvorstand der Gemeinde Neuberg und im VDK aktiv. „Mein Glaube hilft mir, solche Situationen zu bewältigen“, erzählt sie. Gerade ist eine stressige Zeit für die Hofbesitzerin. Neben dem managen des Hallenbrandes arbeitet die Teilzeit-Landwirtin noch als Steuerfachangestellte bei einer Steuerkanzlei in Karben. Da bleibt nicht mehr so viel Zeit für ihre ehrenamtliches Engagement. Doch sie ist zuversichtlich, dass sie diese Zeit meistern wird.